Kinderhaus

Die Lage

Das Kinderhaus Hentscher-Hof liegt an der Westküste Schleswig-Holsteins in dem Geestrandörtchen Kleve und in diesem an der östlichen Gemeindegrenze außerhalb der geschlossenen Ortschaft. Kleve mit seinen ca. 500 Einwohnern gehört zum Kreis Dithmarschen und ist Bestandteil des Amt Eider. Umgeben von ca. 10 Hektar Weideland liegt der Hof mitten in der Natur. Grund -, Haupt- und Realschule befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft in der Zentrumsgemeinde Hennstedt und sind vom Hof aus in ca. 10 Minuten Fußweg zu erreichen. Gymnasien sowie Berufsschule befinden sich in der ca. 17 km entfernten Kreisstadt Heide, der Linienverkehr der Region ist dementsprechend ausgerichtet. Hennstedt verfügt über eine Infrastruktur, die den Grundbedarf abdeckt.

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Eine ärztliche Grundversorgung ist ebenfalls vorhanden. Darüber hinaus deckt die Kreisstadt mit diversen Fachärzten und dem Wesküstenklinikum den überwiegenden Teil der spezialärztlichen Behandlung ab.

Die Gemeinden Kleve und Hennstedt bieten neben den üblichen ländlichen Veranstaltungen auch ein reichhaltiges Programm an Freizeitangeboten, die auch speziell Kinder und Jugendliche ansprechen. Darüber hinaus zeichnet sich der ländliche Raum an der Westküste durch mannigfaltige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung aus.

Wir und der Hof

Die pädagogische Betreuung übernehmen zunächst

Eva Hentscher-Manthey,

staatlich anerkannte Erzieherin mit mehrjähriger Erfahrung, diplomierte Reitpädagogin, medizinischer Ausbildung als MTA, langjährige Tätigkeit als Lehrerin an der Berufsschule des Kreises Dithmarschen.

Ein/-e staatlich anerkannter/-e Erzieher/in.

Gemäß unserem Verständnis von familienanaloger Erziehung gehört der Ehemann der Trägerin, Axel Manthey, der durch seinen früheren Beruf als Polizeibeamter ein gerüttelt Maß an Erfahrung in konfliktträchtigen Situationen mitbringt, mit zum Team.

Ferner unterstützen uns:

Hauswirtschaftskraft
Hausmeister

je nach anfallender Problematik (auf Honorarbasis),
Lerntherapeut Psychotherapeut Logopäde Familientherapeut

Bei unserem Hof handelt es sich um einen kleinen landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb auf dem wir Rinder und Pferde halten Hunde und jede Menge Katzen runden unseren Tierbestand ab.

Bei dem Wohnhaus handelt es sich um ein umgebautes altes Bauernhaus, mit ca. 275 qm Wohnfläche.

Das Haus teilt sich wie folgt auf:


Untergeschoß:
2 Wohnzimmer (eines mit integrierter Küchenzeile)
1 Küche
1 Hauswirtschaftsraum / Mehrzweckraum
1 Badezimmer (Dusche /WC)
1 Toilette
3 Versorgungsräume

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Obergeschoß:
3 Kinderzimmer
1 Elternschlafzimmer
1 Büro
1 Gästezimmer
2 Badezimmer (1x Dusche/WC und 1x Wanne/Dusche/WC)


Pädagogische Arbeit

Wir arbeiten familienanalog. Dies bedeutet, dass wir hauptsächlich als Familie die Bezugspersonen der Kinder sind. Sie werden behutsam in der Familie aufgenommen, das heißt mit ihren Verhaltensauffälligkeiten, ihren emotionalen Problemen angenommen und akzeptiert. Es ist wichtig eine strukturierende Gestaltung des Alltagslebens vorzugeben. Dazu gehören wie in jeder Familie z.B. Schulbesuch, gemeinsame Mahlzeiten, Schulaufgaben, Freizeitgestaltung, Ausflüge, Reisen, etc..


Neben diesem familiären Schwerpunkt, bemühen wir uns im pädagogischen Alltag um die Schaffung eines Klimas, in der die Kinder Individualität und Sozialverhalten, sowie ihr Selbstwertgefühl und vor allem ihre Eigenverantwortlichkeit entwickeln und entfalten können.

Zielgruppe und Aufnahme

Unsere familienorientierte Einrichtung wird Kindern im Alter zwischen 5 und 18 Jahren Wohn- und Lebensraum bieten.

Wir nehmen Kinder im Rahmen des KJHG /BSHG auf. Bei den Aufnahmegründen gehen wir u.a. von gestörten Familienbeziehungen, Entwicklungsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten und sonstigen Belastungen bei den Kindern aus.
Die Aufnahme von geistig- und körperbehinderten Kindern ist von unseren persönlichen und personellen Möglichkeiten in Einzelfall abhängig.

Der Aufnahme muss mindestens eine einwöchige Kennenlernphase vorausgehen. Diese Zeit kann hier im alltäglichen familiären Rahmen stattfinden. Möglich ist auch, den Erstkontakt am Wohnort des Kindes durchzuführen.

Perspektiven

Grundsätzlich möchten wir den Kindern die Geborgenheit einer Familie vermitteln. Langfristig scheint es uns möglich, den Kindern eine Grundlage für selbständiges eigenverantwortliches Handeln zu geben, um ihnen später das Leben in der Gesellschaft zu erleichtern. Wir werden den Kindern nicht alle Probleme und Schwierigkeiten ihres früheren Lebens abnehmen können, aber wir würden uns freuen, wenn wir es geschafft haben sollten, ihnen Wege für die Zukunft gezeigt zu haben, die es ihnen möglich macht, trotz ihrer Probleme leichter mit diesen umgehen zu können. Das heißt, wir möchten ihnen so viel Kraft wie möglich mitgeben.

Nachbetreuung und Hilfe im Übergang bzw. eventueller Rückführung in die Herkunftsfamilie, sofern gewünscht, gehören für uns zum pädagogischen Selbstverständnis.